L-R. Mike Dirnt, Billie Joe Armstrong, Tre Cool (Photo by Nigel Crane/Redferns).

Alles fing damit an, dass Billie Joe Armstrong und Michael Ryan Pritchard (heute besser bekannt als Mike Dirnt) gemeinsam in Kalifornien die Schulbank drückten. Die beiden Teenager gründeten 1987 die Band „The Sweet Children“, spielten von Beginn an Punk-Musik und verkehrten in ihrem lokalen Umfeld in der entsprechenden Szene. Noch im selben Jahr fanden sie in John Kiffmeyer (alias Al Sobrante) den idealen Drummer und spielten ihr erstes gemeinsames Konzert in einem Restaurant, wo damals Billie Joe Armstrongs Mutter arbeitete – das Publikum war überrascht und direkt begeistert.

 

Aus „Sweet Children“ wird „Green Day“

Es dauerte nicht lange und das Trio wurde in der Region immer bekannter. Larry Livermore, Gründer des Labels Lookout Records, wurde auf sie aufmerksam, nahm sie unter Vertrag und aus „Sweet Children“ wurde „Green Day“. Der neue Name der Band hat nichts mit der grünen Ökobewegung zu tun. Vielmehr steht der Name in Kalifornien idiomatisch für einen Tag, an dem man sich langweilt und die Zeit durch das Rauchen von Gras vertreibt.

 

Der überregionale Erfolg von Green Day ließ nicht lang auf sich warten. Album um Album wurde in der Szene wertgeschätzt. Nach der ersten Tour 1990 verließ John Kiffmeyer die Band und der gebürtige Frankfurter Frank Edwin Wright (Künsterlname Tré Cool) ersetzte ihn am Schlagzeug. Bis heute spielen sie in dieser Besetzung. Nach Veröffentlichung ihres zweiten Albums 1991 klingelte auch schnell die Kasse und die erste Europa-Tour ließ nicht lange auf sich warten.

Von Hits und Flops

Schließlich war auch die Zeit gekommen, sich nach einem neuen Label umzuschauen, das die ambitionierte Band noch weiterbringen würde. Sie wurden einig mit Reprise Records, einer Tochterfirma von Warner Brothers. Nach einer Tour mit der bekannten Punk-Rock-Band „Bad Religion“ 1993 drehten sie ihr erstes Musikvideo „Longview“.

Am 1. Februar 1994 erschien ihr Album „Dookie“, das mit 17 Millionen verkauften Platten eines der erfolgreichsten Alben des Jahrzehnts werden sollte.

 

Von nun an waren sie in der Musikwelt  ständig präsent. Das nächste Album „Insomniac“ und die zugehörige Tour waren jedoch nicht ganz so erfolgreich wie seine/ihre Vorgänger. Mit dem fünften Album „Nimrod“ wagte die Band Ausflüge in andere Musikrichtungen, so gab es auf diesem Album beispielsweise die akustische Gitarren-Ballade „Good Riddance (Time of Your Life)“. Auch im darauffolgenden Album „Warning“ gab es einige Akustik-Songs. Dazu begannen sie, ihren Texten eine politische und soziale Thematik zu verleihen. „Warning“ erschien am 3. Oktober 2000 und fand weder die Zustimmung der Fans noch der Kritiker. Nach diesem Flop veröffentlichte die Band Verschiedenes an altem Material, darunter Compilations, bislang unveröffentlichte Songs und Cover-Songs. Dies wurde als Anzeichen einer baldigen Auflösung der Band gedeutet. Damals wusste jedoch niemand, dass diese Stiländerung, die mit „Warning“ einherging und so stark kritisiert wurde, letztlich eine der Gründe war, dass sich Green Day auf ein neues Projekt einlassen mussten und mit diesem die Chance bekam, wieder in den Musik-Olymp aufsteigen zu können.